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Regeln auf jüdischen Friedhöfen

 

Jüdische Friedhöfe in Deutschland sind am Sabbat - dem Samstag - geschlossen. Der Besuch eines Friedhofs ist am Sabbat verboten. Der jüdische Glaube verbietet auch Bestattungen am Sabbat.

Männer, die einen jüdischen Friedhof betreten, müssen eine Kopfbedeckung tragen, auch dann, wenn sie selbst keine Juden sind. Ursprünglich wurden die Verstorbenen so beerdigt, dass ihre Körper den Jerusalem ausgerichtet waren.Nach jedem Besuch wäscht man sich die Hände.

Grabgestaltung auf dem jüdischen Friedhof

 

Der jüdische Grundgedanke, dass im Tod alle Menschen gleich sind, spiegelte sich bis ins 18. Jahrhundert auch auf jüdischen Friedhöfen. Die Grabsteine der Verstorbenen waren schlicht gehalten und unterschieden sich nicht großartig voneinander. Erst danach sah man auch auf jüdischen Friedhöfen immer öfter prunkvolle Gräber. Insgesamt ist es aber noch immer so, dass jüdische Gräber auf den ersten Blick schlichter wirken als Gräber auf christlichen Friedhöfen. Dieser Eindruck wird auch dadurch gefestigt, dass es auf jüdischen Friedhöfen und Gräbern keinen Blumenschmuck gibt. Auf jüdischen Friedhöfen lässt man die Gräber mit Gras und Efeu überwachsen. Als kleinen Gruß an den Verstorbenen legen Besucher jüdischer Gräber kleine Steine auf den Grabstein.

 

Warum legt man auf jüdische Gräber kleine Steine statt Blumen?

 

Auf jüdischen Gräbern legt man keine Blumen, sondern Steine ab. Diese Sitte ist kein Ritual der Religion und auch nicht in den jüdischen Schriften zu finden, sondern ein uralter Brauch. Er stammt aus der Zeit, in der Juden auf der Flucht aus Ägypten durch die Wüste zogen. Dort gab es keine Blumen und auch keine schönen Grabsteine. Wenn jemand gestorben war, brachten die Angehörigen zur Bestattung kleine Steine mit und schichteten sie auf dem Grab auf. Damit schützten sie den Leichnam vor wilden Tieren. Gleichzeitig markierten sie das Grab, damit Besucher es später finden konnten. Auf jüdischen Friedhöfen geht es aber auch um die Gleichheit aller Menschen. Niemand soll durch übertriebenen Blumenschmuck über andere gestellt werden.

 

Mazewa

Eine Mazewa (auch Matzevah, Matzewa; Mehrzahl Mazewot; hebräisch מצבות,מצבה deutsch ‚Denkmal‘, ‚Grabstein‘) ist ein jüdischer Grabstein. Er wird ein Jahr nach der Bestattung in einer besonderen Zeremonie, Gilui Mazewa, gesetzt bzw. enthüllt und symbolisiert die Verpflichtung, Verstorbene nicht zu vergessen. Jedes Grab bleibt für die Ewigkeit bestehen. Auch der Grabstein wird nicht entfernt. Jüdische Gräber sollen nach jüdischer Auffassung bis zum ‚Jüngsten Gericht‘ bestehen bleiben.

Beerdigungs- und Friedhofssatzung hinsichtlich des 2019 erworbenen Graberfeldes vom 06.05.2019

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